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Multitasking ist multidumm


Tagesplan für Produktivität, planen mit den 8+1 Lebenselementen des SWING-Konzeptes von Kerstin Hack

Über diesen Satz bin ich im Buch „Das gute Leben“ von Kerstin Hack gestolpert. Echt jetzt? Bin ich nicht besonders produktiv, wenn ich 3 Vorgänge parallel bearbeite und die Pausen optimal nutze? Kann sein, viel öfter erlebe ich, wie meine Gedanken zwischen den Projekten oder Themen hin- und herwandern. Ich komme ins Grübeln, habe mal eine Idee zu dem Thema, dann zum anderen, google oder lese mal hier mal da, schreibe Gedanken auf, denke sie aber nicht zu Ende. Das Ergebnis sind viele Notizen, Zettelstapel, Ideen aber auch viele halbfertige Projekte, die mit mir gehen. Ich spüre wie meine to-do Liste drückt und ich mich nach dem Erfolgserlebnis sehne, etwas abzuschließen.


Das verschiedene Denken kostet Kraft. Bei jedem Themenwechsel braucht mein Gehirn Umschaltzeit. Wie viel leichter ist es fokussiert zu arbeiten, an einem Thema zum Beispiel 25 Minuten am Stück dranzubleiben. Danach gönne ich mir 5 Minuten Pause mit einer Tasse Tee oder einem Glas Wasser an der frischen Luft. Nach mehreren dieser Zeitintervallen darf die Pause auch länger sein, 15-30 Minuten zum Beispiel. Pausen sind Umschaltzeit und Sauerstoffdusche fürs Gehirn. Vielleicht mal recken und strecken, eine gute Pause für Körper und Seele, um dann konzentriert und mit der nötigen Kreativität weiterzudenken oder mich auf ein neues Thema einzulassen.


Eigentlich ganz einfach. Und doch lasse ich mich immer wieder in meiner Fokuszeit ablenken. Ich lerne jeden Tag mehr, die Ablenkungen weiterziehen zu lassen. Alles zu seiner Zeit.


Mein Tipp: Plane am Vorabend deinen nächsten Tag. Welche festen Termine sind gesetzt? Welche Themen oder Arbeiten willst du zusätzlich erledigen? Am besten nur 1-3 Themen an einem Tag. Plane deine Fokuszeiten und welche Themen du da bearbeiten willst. Plane realistisch und lass auch Raum für Unvorhergesehenes. Und plane deinen Feierabend, denn irgendwann ist Schluss, Laptop zu, Arbeit beendet. Dann reflektiere ich, wie reich mein Tag war, was ich alles erledigen und erleben durfte und sage „DANKE“ zu Gott. Ich nehme mir Zeit den nächsten Tag zu planen, schaue, wann und wo ich nicht Erledigtes neu einplanen kann, danach ist Feierabend – ich feiere den zu Ende gehenden Tag und den Abend.


Wie machst du das? Wann bist du erfolgreich und produktiv? Was hilft dir dabei?


Kerstin Hack schreibt: Es geht bei Produktivität nicht darum noch mehr in die ohnehin schon vollen Tage zu stopfen, sondern Arbeit so zu gestalten, dass du das Wichtigste gut erledigen kannst und mit anderen Sachen zügig vorankommst, ohne viel Kraft zu verbrauchen.


Die Zeitplan Methode mit Fokuszeit und kleinen oder großen Pausen heißt übrigens „Pomodoro-Technik“ und wurde von Francesco Cirillo entwickelt. Benannt ist sie nach der italienischen Küchenuhr, die häufig die Form einer Tomate hat.

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